Auf internationalem Parkett begann 2005 die Laufbahn des finnischen Tenors Jussi Myllys, mit Don Ottavio in Turku und an der Komischen Oper Berlin, auf Konzertreise in Prag und Riga unter Peter Schreier sowie in Japan mit dem RIAS Kammerchor. Ebenfalls in Turku sang er Schumanns Faust-Szenen, und mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra entstand eine Aufnahme von Aulis Sallinens Kuningas lähtee Ranskaan (Der König begibt sich nach Frankreich).

Der Absolvent der Sibelius-Akademie verfügt über eine ebenso vielseitige wie umfangreiche Ausbildung und Bühnenerfahrung als Sänger und Tänzer - mit Produktionen wie Cosí fan tutte, Titus, Die Fledermaus und verschiedenen zeitgenössischen Werken.

Von 2006 bis 2009 gehörte Jussi Myllys zum Ensemble der Oper Frankfurt, mit einer Vielzahl von Partien. Als Tamino debütierte er 2007 an der Semperoper in Dresden; im Sommer 2008 sang er den Steuermann im Fliegenden Holländer beim Savonlinna Opernfestival und 2009 folgten erfolgreiche Rollendebüts als Narraboth in einer neuen Salome am Grand Théâtre de Genève sowie als Fenton im Falstaff an der Finnischen Nationaloper.

Besonders aktiv ist Jussi Myllys als Konzertsänger. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke wie Bachs Matthäuspassion und Johannespassion, Händels Messias, Haydns Schöpfung und Jahreszeiten (mit dem Finnischen Radio-Symphonieorchester), Mendelssohns Lobgesang (2007 in Montpellier unter Hervé Niquet), Mozarts Requiem, u.a. Er sang mit dem Gürzenich Orchester in Köln (2008) und mit großem Erfolg in Wolfgang Rihms Deus Passus mit der Bachakademie Stuttgart unter der Leitung von Helmuth Rilling.

Mit Beginn der Spielzeit 2009/10 hat Jussi Myllys zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gewechselt. Auch dort war er in Salome sowie als Tamino, Belmonte, Ferrando und Hippolyt in Phaedra von Henze zu hören. An der Bayerischen Staatsoper in München debütierte Jussi Myllys im März 2010 in einer neuen Oper von Peter Oetvös, Die Tragödie des Teufels und er hat in München wieder auch als Jaquino in der Spielzeit 2010/11 aufgetreten.