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Nach dem Klavierstudium in Turku machte Päivi Nisula ein ausgezeichnetes Examen als Mezzosopranistin an der Sibelius-Akademie in Helsinki und gewann 1998 den renommierten Timo Mustakallio Gesangswettberwerb in Savonlinna. Es folgten Debüts als Eboli und Fenena/Nabucco in Tampere (1990) sowie mit Amneris und einem Recital beim Savonlinna Opernfestival, wohin sie 1999 und 2000 als Preziosilla in La forza del destino zurückkehrte. Sie gastierte u.a. an der Königlichen Oper Stockholm und wurde 1993 in Finnland zur Opernsolistin des Jahres gewählt.
Bereits seit Anfang der neunziger Jahre ist Päivi Nisula Ensemblemitglied der Finnischen Nationaloper in Helsinki, wo sie zunächst eine Vielzahl von Mezzopartien verkörperte. Mit der Rolle der Riita in Viimäiset Kiusaukset (Die letzen Versuchungen) begann die Neuorientierung ins dramatische Sopranfach. 2002 und 2003 in Savonlinna sang sie Brangäne in der Neuinszenierung von Tristan und Isolde und feierte im März 2005 einen überwältigenden Erfolg als Kundry in Harry Kupfers Inszenierung des Parsifal an der Finnischen Nationaloper. Es folgten Rollendebüts als Tosca und Desdemona an der Seite von Renato Bruson und Giuseppe Giacomini, Produktionen von Parsifal und Andrea Chénier (2005), Okko Kamus The red line (2008) sowie mehrere Gastspiele an der Oper Leipzig, zuletzt 2008 als Kundry.
Als aktive Konzertsängerin ist Päivi Nisula mit verschiedenen Orchestern in ganz Skandinavien sowie in Deutschland, Spanien, Malaisia und den USA aufgetreten, u.a. mit Schoenbergs Gurreliedern in Berlin und Leipzig mit dem Symphonieorchester des MDR (1997), Mahlers 2. Symphonie in San José, Eritheia in Manuel de Fallas Atlantida oder Sibelius’ Kullervo in Tokyo (2004), Sibelius’ Kullervo mit dem BBC Orchestra in Glasgow und Birmingham (2006), Mahlers 8.Symphonie in Madrid (2007) sowie Kullervo mit dem Minnesota Orchestra in Minneapolis und New York (2010).
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